Hochwassersituation und eine Bestandsaufnahme

15. April 2018

Im August 2007 kam es im gesamten Stadtgebiet zu erheblichen Starkregen. Aufgrund dieser Niederschläge, die über mehrere Stunden anhielten, ist der Fluss „Bieber“ zu einem rasenden Fliesgewässer angestiegen. Dieser Regenmengen, in stundenlanger Intensität, führte zu Überflutungen in einem Ausmaß wie es bis dato wahrscheinlich selten vorgekommen ist. Auch an der Hönne und an anderen Gewässern im Stadtgebiet kam es teilweise zu schweren Überschwemmungen.
Die Anwohner an der „Bieber“ erlebten in diesen Stunden eines der schwärzesten Kapitel, denn einige von Ihnen verloren ihr Hab und Gut. Ganze Existenzen wurden zum Teil stark in Mitleidenschaft gezogen, wenn nicht sogar zerstört. Bis heute haben Starkniederschlagsereignisse immer wieder zu angespannte Situationen für die Bürger/-innen an der „Bieber“ geführt.
Die CDU Lendringsen sah und sieht nach den Ereignissen in 2007 und den Folgejahren dringenden Handlungsbedarf die Gefahrensituationen für die Bürger/-innen an der „Bieber“ zu entschärfen. Nachdem recherchiert wurde welche möglichen Förderungsmöglichkeiten der EU, des Bundes sowie des Landes Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stehen, haben entsprechende Beratungen mit der Stadt Menden stattgefunden. Die Stadt Menden hat die Hochwassersituation an der „Bieber“ und den anderen Flüssen im Stadtgebiet immer als Gesamtmaßnahme betrachtet. Diese Betrachtungsweise kann man vertreten, bringt dem Einzelnen Betroffenen aber wenig!
Hierzu wurde von mir ein entsprechender Bürgerantrag formuliert um dieses Thema auch weiterhin im Fokus aufrecht zu halten.
Heute kann man erfreulicherweise festhalten, dass die Hönne im Bereich des „Hengser Feld“ bereits renaturiert wurde. Im Bereich der Hönne am Walzweg wird in Kürze eine Aufweitung erfolgen. Hierzu sollen die „Hönne“ und „Bieber“ bei Starkregenereignissen mehr Überflutungsfläche geboten werden. Ferner wird in einem weiteren Bauabschnitt die Mündung der Bieber aufgeweitet um einen besseren Abfluss der Bieber zu gewährleisten. Des Weiteren soll das Risiko von Regenwasserrückstau minimiert werden. Hierzu sind die baulichen Planungen angelaufen. Diese Flächen werden noch nicht ausreichen. Ich kann Ihnen an dieser Stelle aber versichern, dass ich auch weiterhin versuchen werde, bauliche Veränderungen voranzubringen, damit ein mögliches Hochwasserrisiko an der „Bieber“ minimiert wird.
Gerade der Bereich oberhalb des Freizeitzentrums Biebertal könnten möglicherweise noch entsprechende Ressourcen zur Regenrückhaltung vorgehalten werden. Hierbei ist aber eine Gesamtbetrachtung des kompletten Flusslaufes weiterhin zu berücksichtigen.
Die CDU wird sich auch weiterhin für Veränderungen an der „Bieber“ einsetzen. Diese müssen ökologisch, ökonomisch und nachhaltig sein! Der Schutz der Bürger/-innen an den Flüssen muss die oberste Prämisse einnehmen. Somit werden wir auch weiterhin versuchen, mit allen Handelnden im Bund, beim Land und bei der Stadt Menden uns entsprechendes Gehör zu verschaffen. Denn Stillstand ist ein Rückstand! Diesen können und wollen wir nicht verantworten.

Kai Schmücker

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